Shiatsu Jacqueline Bale - Diplom Shiatsu Praktikerin - Münster
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Es ist einfacher, Shiatsu zu erklären, wenn ich shiatsu-spezifische Begriffe benutzen kann. Deshalb gibt es vorab....

Shiatsu Vokabeln auf die Schnelle!

Hinter all diesen Vokabeln stehen natürlich Themen, zu denen es viel mehr zu sagen gibt. Ich möchte an dieser Stelle nur eine einfache Einführung geben.

Shiatsu / Shi-atsu = aus dem Japanischen und bedeutet wörtlich Finger-Druck.

Ki (chin. Qi) = wird im Deutschen häufig mit dem Wort Energie übersetzt, was aber den Sinn nur unvollständig wiedergibt. Ki ist die Lebenskraft, die allem zugrunde liegt und in allem enthalten ist.

Hara = japanisch für Bauch. Unsere Mitte, unser Energiezentrum: Bewegungen, die hieraus beginnen, sind weicher, fließender und benötigen weniger Kraft. Vom Hara ausgehendes Bündeln der Kraft machen sich auch asiatische Verteidigungs- und Kampfsportarten zunutze.

Hara-Zonen = von Shizuto Masunaga bestimmte Zonen am Bauch. Sie geben Aufschluss über die aktuelle Ki-Verteilung in den Meridianen.

Hara-Evaluation = Am Anfang der Behandlung werden die Harazonen kurz erspürt, um zwei Meridiane auszuwählen, die bei der Shiatsu-Behandlung die Hauptrolle spielen.

Meridiane = Ki-Leitbahnen. Auf diesen „Hauptstraßen“ strömt das Ki durch den Körper. Den Meridianen werden jeweils eigene Aufgaben, Bedeutungen und Bestimmungen zugeordnet.

Masunaga = Shizuto Masunaga (geboren 1935, gestorben 1984), Doktor der Psychologie und Shiatsu-Therapeut. Er entwickelte das bei uns bekannte und praktizierte Shiatsu maßgeblich. Der von ihm gelehrte Stil wird auch Zen-Shiatsu genannt. Darin vereinen sich philosophische Konzepte des Zen Buddismus, Elemente der chinesischen Medizin, sein psychologisches Wissen und seine große Shiatsu-Erfahrung. Ergebnisse seiner Erforschung der Wirkung von Shiatsu sind das erweiterte Meridiansystem und die Meridian-Diagnose-Zonen an Rücken und Bauch.
Seine eigene Schule, das Iokai Shiatsu Institut wurde von ihm 1968 eröffnet. Bekannte Schüler von ihm sind unter anderen Wataru Ohashi und Pauline Sasaki.

Entspanntes Lehnen = möglichst im rechten Winkel aus einer absichtslosen, meditativen Haltung heraus. Nicht über Muskelkraft, sondern mit dem entspannten Körpergewicht wird der körperliche Kontakt zum Shiatsu-Partner hergestellt. Dies ermöglicht ein freies Fließen von Ki. Ohne Druck darf sich, bildlich gesprochen, alles zeigen, was gesehen, alles gehört, was gehört werden möchte. So hat die Shiatsu gebende Person die Möglichkeit, viel wahrzunehmen und darauf einzugehen. Wahrnehmen = das, was wir spüren und fühlen als wahr anzuerkennen, unserem Hara, unserer Intuition zu vertrauen, zu lauschen und zu staunen. Das alles sind wichtige Grundlagen des Shiatsu.

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